Labore 2018

Kreative Begegnungen zwischen Künstler*innen und Einrichtungen.

Neben dem offiziellen Festivalprogramm macht sich Made in Stuttgart zum Ziel, die teilnehmenden Künstler*innen untereinander zu vernetzen und in kreativen Austauschprozessen spannende Begegnungen zu schaffen. In sogenannten Laboren, die in und mit den teilnehmenden Kultureinrichtungen stattfinden, werden bereits vor dem Festival gemeinsame Projektideen entwickelt und umgesetzt. Bestenfalls können daraus Kooperationen entstehen, die über den Festivalzeitraum hinausreichen. Ziel dieser Labore ist die nachhaltige und langfristige Vernetzung einzelner migrantischer Kunstschaffender oder ganzer Gruppen mit Stuttgarter Kulturinstitutionen. Einige Ergebnisse aus den Laboren fließen ins Hauptprogramm mit ein.

 

Das waren die Labore bei Made in Stuttgart 2018:

 

Labor 1 ◊ Laboratorium
ONE WORLD MUSIC
Musiker*innen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Musikstilen, die vorher noch nie miteinander gespielt haben, treffen im Rahmen der Ziryab-Akademie für Weltmusik aufeinander. Unter der Leitung von Zaza Miminoshvili (The Shin) entsteht ein facettenreicher Konzertabend voller weltmusikalischer Klänge.
Ergebnispräsentation: am Mittwoch, 7. November 2018, 20.30 Uhr im Kulturzentrum Laboratorium.

 

Labor 2 ◊ Linden-Museum
SCHREIBWERKSTATT / SONGWRITING
Die syrisch-deutsche Autor*innen-Gruppe Literally Peace trifft auf den iranischen-österreichischen Singer-Songwriter Omid Gollmer. Daraus entstanden ist Songs and Words of Hope – eine gemeinsame Bühnenperformance, die man sich stimmiger kaum vorstellen könnte.
Ergebnispräsentation: Samstag, 10. November 2018, 20.30 Uhr im Linden-Museum Stuttgart.

 

Labor 3 ◊ Theater Rampe
THEATER DER REVOLUTION
Formulieren wir ein Theater der Zukunft, eine Utopie. Wie sieht Arbeits- und Kunstpraxis darin aus? Wer ist das Ensemble? Wer spricht? Wer spielt? Wer ist sein Publikum? Was sind seine kulturellen, ästhetischen, theoretischen Grundlagen, gerne jenseits von Brecht. Für Künstler*innen und Ensembles aller Sparten, sowie Vertreter*innen von Kulturinstitutionen, die Teil dieses fiktiven Modells sein wollen, und ihre Instrumente, Texte, Archive, Ideen mitbringen, ihr Wissen teilen. Die bereit sind zur Kooperation. Wir erarbeiten einen Spielplan für die ersten hundert Tage. Leitung: Martina Grohmann

 

Labor 4 ◊ Theater La Lune
INTERAKTION VON FOTOGRAFIE UND FILM IN DER THEATERARBEIT
Unter der Leitung von Markus Ege (Bildender Künstler), Hasan Malla (Kunststudent) und Petra Weimer (Schauspielerin, Regisseurin, Kuratorin) beschäftigen sich die Teilnehmenden damit, wie Film und Fotografie in die Theaterarbeit integriert werden können.
Fragen, die gestellt werden, sind unter anderem: Welche Medien sind für die Improvisation im Bühnengeschehen geeignet? Wie kann ich damit eine bestimmte Interaktion der Schauspieler*innen provozieren? Experimentiert wird mit unterschiedlichen Wirkungen von Bildern. Im zweiten Teil erarbeiten alle gemeinsam ein Ausstellungskonzept für eine Saison im Theater La Lune. An einer Ausstellung interessierte Künstler*innen sind herzlich dazu eingeladen, ihren Vorschlag für eine eigene Ausstellung miteinzubringen!

 

Labor 5 ◊ Haus der Geschichte
PERFORMATIVE INTERVENTION
In Bezug auf die Dauerausstellung 200 Jahre Landesgeschichte(n) entwickelt die Stuttgarter Hip-Hopperin Carina „Cary“ Clay eine Tanzperformance. Die Ausstellung führt durch die Jahrhunderte und betrachtet die Entwicklung des Südwestens aus der Perspektive von Geflüchteten. Auch die Künstler*innen widmen sich performativ der Frage nach den Chancen der Teilhabe der verschiedenen Bürger*innen Baden-Württembergs – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wo funktioniert Inklusion und wo werden Menschen noch immer ausgegrenzt?
Ergebnispräsentation: Mittwoch, 7. November 2018, 18 Uhr im Haus der Geschichte.